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Das Spinnmagdkreuz an der
Einfahrt zum Gutshof Sodenberg.




Auf dem Sodenberg lebte eine sehr schöne junge Magd. Ihr liebster, ein Knecht auf der nahen Reußenburg, bat sie, doch recht oft zu ihm zu kommen. Weil sie von ihrer Herrin nicht alle Tage die Erlaubnis dazu erhielt, und der Weg sehr weit war, setzte sie sich mit dem Teufel in Verbindung, damit dieser sie jeden Abend auf die Reußenburg und morgens wieder auf die Sodenburg zurückbringe. Sie mußte ihm dafür ihre Seele versprechen. Das ging lange Zeit gut. Aber eines Tages sagte der Teufel, daß dies ihre letzte Nacht sei, die sie bei ihrem Liebsten verbringen dürfe. Als der Teufel sie am morgen von der Reußenburg abholte und heimbrachte, bat sie diesen, sie zu verschonen und betete inständig. Der Teufel wollte sie aber trotzdem in die Hölle mitnehmen. Sie klammerte sich voll Verzweiflung an das Steinkreuz, an dem sie gerade stand, und konnte sich so retten. Laut heulend und fluchend fuhr der Teufel in die Hölle. Heute noch kann man auf dem Steinkreuz die Vertiefungen erkennen, als hätte sich jemand mit aller Kraft am Steinkreuz festgeklammert !



Straße nach Aschenroth Sinnmagdkreuz